Ich war das erste mal vor 3 Wochen auf dem Workshop First Touch von Simon.

Wie ich dazu kam? Ich habe mal auf Youtube ein Video gesehen über eine Tantra Masseurin, das hat mein erstes Interesse geweckt.

Ich wußte aber nicht, wie ich dem Thema überhaupt näher kommen kann, außer über das Internet oder Literatur dazu. Zumal es leider auch viele unseriöse Anbieter im www gibt.

Da ich die Atmosphäre bei der Yogabande in Hannover sehr schätze, mache ich dort viele Workshops. Irgendwann habe ich dann durch Zufall „First Touch“ bei Simon entdeckt.

Ich war schon beim Lesen des Textes begeistert, und habe gefühlt, dass das was für mich sein könnte. 

Aufgrund meiner Historie von Kindesbeinen an, habe ich „im richtigen Leben“ enorme Schwierigkeiten in „zwischenmenschlichen Beziehungen“ auf allen Ebenen. Es ist immer ein Drahtseilakt zwischen Nähe und Distanz, Verbunden mit sozialenen Rückzügen, und teilweise auch sowas wie Sozialphobie und vielen anderen Problemen, die mit einem Bindungstrauma einhergehen … Insofern vermisse ich in meinem Leben Berührung und Intimität auf allen Ebenen. Also physisch und psychisch. 

Dieser erste Workshop hat mich natürlich ein wenig Mut gekostet, aber es hat sich gelohnt. Für mich war es die beste Erfahrung, die ich seit langem gemacht habe. 

Simon ruht sehr in sich, er ist authentisch und sehr bei sich. Er tritt sehr souverän und selbstsicher auf, was wichtig ist. Dadurch schafft er einen fühlbar sicheren Raum für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen.  Bei mir kam sowas wie ein Schamgefühl oder Lächerlichkeit dadurch gar nicht erst auf. Alle „Übungen“ fühlen sich total natürlich an. Was den anderen auch so ging.

Ich erlebe und lebe in diesen Workshops eine radikale Ehrlichkeit in der verbalen Kommunikation als auch der körperlichen Kommunikation und im Handeln, die ich – zumindest in meinem Leben – bisher so nicht erlebt habe. Nichts ist peinlich. Nichts ist lächerlich. Es gibt nichts, wofür ich mich schämen muss. Ich erfahre mich also auf allen Ebenen meines Seins in zwischenmenschlichen Kontakten. Mit meinen Grenzen, der Wahrung meiner Grenzen, des Ausweitens meiner Grenzen, meiner Gefühle und eben dieser Ehrlichkeit. 

Diese Erfahrungen sind für mich sehr nährend und ich trage sie im Alltag mit mir. Ich fühle mich in den ersten Tagen danach immer sehr verbunden und gestärkt. Meine Ängste sind stark reduziert. Und wenn mal schlechte Momente kommen, erinnere ich mich und meinen Körper an die eine oder andere liebevolle Umarmung, Geste oder Worte, die ich erfahren durfte.

Ich war- bevor ich den ersten Workshop besucht habe – sehr hoffnungslos, weil ich mir nicht hätte vorstellen können, wie ich überhaupt mal wieder zu einer Berührung kommen kann, jenseits einer sexuellen Paarbeziehung. Geschweige denn auch von einem Mann. Denn in dieser Gesellschaft, vielleicht auch nur in meiner Generation und meinen Kreisen, wird sich eben nicht berührt. Körperlich schonmal gar nicht und emotional auch nicht wirklich …..Und ich habe die Erfahrung gemacht, wenn auch im geschützen Rahmen, dass es mir möglich ist Berührungen anzunehmen und zu zu geben. Diese tragen mich genährt und gestärkt durch den Alltag, und das macht mir viel Hoffnung, dass es sowas gibt, auch für mich. Und es macht mir Hoffnung, dass ich das auch übertragen kann in mein Leben außerhalb eines geschützen Raumes. 

Ich war auch überrascht über mich selbst, wie viel Liebe ich für jeden einzelnen Menschen empfunden habe. Menschen, die mir eine Stunde zuvor völlig fremd waren. 

Nach meinen langjährigen Erfahrungen auch mit Therapien, kann ich nur sagen, dass keine Gesprächstherapie das leisten kann, was 3 Stunden „First Touch“ bei mir bewirken. Weil eben alle Ebenen in die Erfahrungen einbezogen werden. Es ist ein Raum für Experimente und Selbsterfahrung. Ich lerne mich selbst besser kennen und lieben 🙂 

Die einzelnen „Übungen“ werden von Simon immer mit einer wunderbaren und atmosphärisch passenden Musik begleitet, die nochmal mehr hilft, ins Gefühl zu kommen.

Ich habe jetzt meinen zweiten Workshop gemacht und freue mich schon jetzt sehr auf den nächsten. Ich kann mir sehr gut vorstellen, bei Simon und seiner Frau ein Seminar im Wendland zu machen, ggfs sogar eine Ausbildung, werde mich aber erstmal weiterhin langsam über das niedrigschwellige Angebot herantasten, weil die Sessions doch – zumindest für mich – recht intensiv sind. Ich bin sehr dankbar, dass es diese Workshops von Simon gibt.